Rede zur Ausstellungseröffnung
von Adriaan van den Berk im Kunstraum Langenfeld
Meine
Sehr verehrten Damen und Herren,
Emailkunst-Ausstellungen
durchzuführen ist keine alte Langenfelder Tradition, und auch von
einem Kontinuum kann noch nicht wirklich gesprochen werden. Und doch:
In luftleerem Raum ist die Idee, die Werke des niederländischen Künstlers
Adriaan van den Berk im schönen Langenfelder Kunstraum zu zeigen,
auch nicht entstanden.
Im Jahre 1992 hatte ich die Aufforderung erhalten, eigene Emailarbeiten
zu Ausstellungszwecken nach Langenfeld zu bringen. Das habe ich getan
und dabei einiges gelernt. Zuerst einmal, dass der Landstrich zwischen
Düsseldorf und Köln nicht nur kein ödes Niemandsland ist,
sondern viel mehr sogar mit Kommunen besiedelt, die ein äußerst
selbstbewusstes kulturelles Eigenleben führen. Ich habe auch Frau
Domdey-Fehlau kennengelernt, die als treibende Kraft der Künstlervereinigung
Langenfeld – unterstützt vom ortsansässigen Emailkünstler
Walter Kleer, der ja auch ein Gründungsmitglied der Künstlervereinigung
ist – und natürlich in ihrer Funktion als damalige Leiterin
des Kulturamtes eine internationale Ausstellung dieser Nischenkunst in
der Stadthalle zu Wege brachte, die größeren Kommunen mit musealen
Möglichkeiten auch nicht schlecht zu Gesicht gestanden hätte.
Hier mag also der erste Anstoß gegeben worden sein, von Zeit zu
Zeit auch einmal den Scheinwerfer der Neugier auf künstlerische Leistungen
aus einem Material zu richten, das bei aller Originalität und auffindbarer
Qualität keine mächtige Lobby hat und zwischen Kunst und Handwerk
hängt (man könnte hier ein Verständnis aufgrund einer vergleichbaren
existentiellen Situation vermuten) wie Langenfeld zwischen Köln und
Düsseldorf.
Wenn
wir von Malerei, von Zeichnung oder Bildhauerei sprechen, also klassischen
künstlerischen Disziplinen, charakterisieren wir das Tun durch die
Benennung des Vorgangs. Sprechen wir über Email oder Glaskunst, Textilkunst
oder Goldschmieden, dann benennen wir Materialien und rücken in den
Vordergrund, dass deren jeweils individuelle ästhetische Wirkungen
das Ergebnis quasi einengend schon vorbestimmen. Das ist vielleicht nicht
immer ganz falsch, aber die damit einhergehende negative Beurteilungstendenz
gegenüber Künsten, die sich mit den spezifischen Möglichkeiten
und Grenzen eines Materials auseinandersetzen, ist eine Entwicklung des
20. Jahrhunderts. Diese merkwürdige kulturideologische Tendenz, die
der Idee deutlichen Vorrang vor der handwerklichen Umsetzung einräumt
und als der künstlerischen Freiheit entgegenstehend abstempelt, was
erst einmal von der Pike auf geübt werden muss, finden wir so nur
in der bildenden Kunst der Gegenwart und näheren Vergangenheit. Noch
im 19. Jahrhundert wäre es undenkbar gewesen, dass ein Maler nicht
Einiges vom soliden maltechnischen Aufbau eines Gemäldes verstanden
hätte, ein Plastiker nichts vom Wuchs des Holzes oder vom Fluss der
Bronze. Ein Schriftsteller gar ohne Kenntnisse in Rechtschreibung ist
nach wie vor weitgehend undenkbar. Wird in der modernen Literatur gegen
Regeln verstoßen, dann geschieht das als ein bewusster Akt, der
die Kenntnis der Regeln voraussetzt. Oder nennen wir einen ganz prominenten
Fall der Symbiose von Kunst und Handwerk: Die durch die Jahrhunderte gepriesene
plastisch-sinnliche Wirkung eines Rubensgemäldes beruht ganz besonders
auch auf den außerordentlichen handwerklichen Fähigkeiten ihres
Erschaffers, auf dem Wissen um den stabilsten Bildaufbau, um Untermalungs-
und Lasurtechnik. Das 20. Jahrhundert hat jedenfalls dafür gesorgt,
dass die Restauratoren des 21. ordentlich zu tun haben werden.
Restauratorische Bedenken brauchen wir nicht zu wälzen, wenn wir
uns mit dem Werk von Adriaan van den Berk auseinandersetzen. Der Niederländer
ist zu gleichen Teilen ein begnadeter Handwerker und ein Künstler
von Format – letzteres sowohl in qualitativem als auch in dimensionalem
Sinne, denn seine Werke haben den Hang zur Größe und zur Raumwirkung.
Dazu muss man wissen, dass sich die Emailkunst Jahrhunderte lang in kleinen
Formaten verwirklicht hat. Schon bei einer solchen Bemerkung wird deutlich,
dass man wenigstens Grundsätzliches über die Technik des Emaillierens
parat haben sollte, um deren Ergebnisse würdigen zu können.
Was also ist Email? Man versteht darunter die durch einen Brennprozess
erwirkte Verbindung zweier Materialien, nämlich einer glasähnlichen
Substanz als Überzugsmaterial und einem Metallkörper, der stabilisierende
und formgebende Funktion ausübt. Im Regelfall wird die Größe
eines emaillierten Werkes vom Ort seiner Entstehung, dem Brennofen, bestimmt.
Immer schon haben die Emailschaffenden aber diese Begrenzung umgangen,
indem sie mit Montagetechniken unabhängig voneinander gebrannte Teile
nachträglich verbunden haben. Adriaan van den Berg ist hierin zweifelsohne
ein Meister, denn er nutzt die zwangsläufig entstehenden Kanten und
Übergänge als kompositorische Elemente, die er durch Schneiden
und Sägen individuell formt. So wertet er das Unabänderliche
in etwas Gestalt gebendes um. Hinzu kommt, das es van den Berk gelungen
ist, das Aufschmelzen des Emails ohne Ofen mit Hilfe gewaltiger Gasbrenner
zu vollziehen. Daher erreichen seine Bilder durchaus Formate mittelgroßer
Gemälde. Das in ihnen verwendete Formenrepertoire ist übersichtlich.
Immer wieder begegnen wir geometrischen Grundelementen in kompaktem oder
gedehntem Zustand, vor allem dem Dreieck und dem Viereck, seltener, darum
aber um so wirkungsvoller, Kreissegmenten und Vollkreisformen. Wir meinen
Häuser, Dörfer, Städte, Berge, Flüsse, Himmel und
Gestirne zu erkennen, ein schlichtes Arsenal von Archetypen menschlicher
Wahrnehmung und Lebenswirklichkeit. Es sind die immergleichen und aus
bauklötzchenhaften Formen gebildeten Dinge, die - spielerisch verteilt
und gruppiert – einen erstaunlichen Reichtum an unterschiedlichen
Komposition ermöglichen, mal in überbordender Fülle das
Phantastische streifend, ein anderes mal in sparsamer Setzung eine Ruhe
erzeugend, die meditative Qualität besitzt. Gleiches gilt –
zumindest auf den ersten Blick – auch für die Auswahl der Farben.
Es dominieren zu den Grundfarben hin tendierende und damit den Kontrast
suchende Konstellationen: Rot vor Goldgelb, dynamisiert mit etwas Grün
und Türkis, oder ein kräftiges Blau als Rahmung einer goldgelben
Fläche, dynamisiert mit etwas Rot und Grün, oder Blau auf goldgelbem
Fond mit roten Kleinformen und so weiter, auch hier sind die Möglichkeiten
unzählbar. Was eine recht schlichte Gestaltungssystematik zu sein
scheint erweist sich aber auf den zweiten Blick nicht nur als durchaus
komplexer Vorgang von gestalterischen Entscheidungen, sondern geradezu
als zum Erreichen einer intensiven Wirkung notwendige Vorgehensweise,
denn es lässt Raum für die Wahrnehmung dessen, was meinem Dafürhalten
nach die hervorstechende Qualität der Arbeiten ist. Van den Berk
ist ein Magier der Fläche und einer, der das Feuer beherrscht. Klingen
solche Betitelungen auch mystifizierend, so kann man ihren Wahrheitsgehalt
doch vor den Werken erfahren. Betrachtet man Fläche für Fläche,
so sieht man grafische Spuren, die im Untergrund festgebrannt sind, man
erkennt das changierende Spiel der ungleich dichten Farbmassen, lernt
zu unterscheiden zwischen den mit Schablonen exakt aufgestreuten und den
mit dem Pinsel schwungvoll gesetzten Details. Und auch die räumliche
Wirkung ist verblüffend. Transparente Farben wie das Goldgelb oder
Dunkelblau lassen Distanzwirkungen entstehen, die opak aufgesetzte Formen
vor einem unfassbaren Grund schweben lassen. So wie sie selbst in sich
Raum bergen strahlen die Emailbilder dank ihrer Intensität auch in
Räume hinein, fangen und binden den Blick des Betrachters. Keine
Frage, das alles ist zum einen hochdekorativ und mag deswegen diejenigen
Kritiker auf den Plan rufen die meinen, Kunst müsse den Konsumenten
von Zeit zu Zeit ohrfeigen, wenn sie echt und unangepasst sein wolle.
Zum anderen wird dann aber übersehen, dass van den Berks Werk eine
meditative Kraft hat, die es mir insbesondere auch wegen seiner abstrakten
Ornamentik und heiteren Farbigkeit in die Nähe von kultischen Zierformen
rückt, die ich aus dem asiatischen Raum - insbesondere aus vom Buddhismus
geprägten Kulturen – kenne.
Heiterkeit – an diesem Begriff möchte ich mich entlang hangeln
um zu Arbeiten zu gelangen, die – flüchtig betrachtet –
sich nicht bruchlos zu den Emailbildern fügen. Schon 1992, als ich
zum ersten Mal Werke des Künstlers gesehen habe, erstaunten mich
die Skulpturen. Aufgehängt an oder eingefügt in metallene Gestänge
präsentierten sich die Schmelzplatten in ungewöhnlichen Stellungen
im Raum. Die Frage also, wie man künstlerisches Email in anderem
Zusammenhang als dem des reinen Wandbildes verwenden könne, war damit
gestellt. Das in den Raum hineinragende Skulpturale der Gestänge
stand in kontrapunktischer Spannung zur Fläche des Bildes und bezog
daraus einen besonderen Reiz. Ich habe mich allerdings gefragt, ob die
Suche nach erweiterten Ausdrucksmöglichkeiten damit nicht schon ihren
Endpunkt erreicht habe. Neuere Arbeiten widerlegen das entschieden. Adriaan
van den Berk ist bei vollplastischen Körpern angekommen, die als
Einzelstück oder als Kleinteil einer über Raumfläche auszuteilenden
Menge auftreten. Diese Körper, die ihm, wie Kindern Bauklötzchen,
Material zu ernstem Spiel sind, gießt er aus Zement. Ich sehe in
ihnen ein wunderbares Beispiel für die Behauptung meines leider verstorbenen
Meisterlehrers an der Düsseldorfer Kunstakademie, Professor Rolf
Crummenauer, dass der Spieltrieb ein wesentlicher Motor kreativer Tätigkeit
sei – homo ludens. Als wolle der Künstler diesem Gedanken weitere
Nahrung geben sind in den letzten Jahren auch noch Objekte entstanden,
die auf Email völlig verzichten und sich aus Holz, Blei, Papier,
Kunststoffen und sogar Super-8-Filmen bilden. Wenn durch das Material
aber keine Kontinuität mehr gewährt zu sein scheint, dann sind
es plötzlich wieder Motive, die Zusammenhang stiften. 2003 entsteht
das Objekt „Arguments for loving you“ (Gründe Dich zu
lieben). In der Fensteröffnung eines aus einem Holzblock simpel geformten
Spielzeughauses erscheinen, eingebettet in Kunstrasen als Inbegriff des
Bedürfnisses nach Behaglichkeit, Ordnung und Pflegeleichtigkeit,
die Silhouetten von Kaffeekanne und Kaffeetasse - hier geht es kleinbürgerlich-holländisch-gemütlich
zu. Die gleichen Formen finden wir auch auf Emailtafeln aus dem gleichen
Jahr. Das Experimentelle im Werk des Niederländers hat zugenommen
und die ehemals eher stille Heiterkeit ist ironischer und pointierter
geworden. Bei allem Ideenreichtum des sich nun über etwa drei Jahrzehnte
hin entwickelt habenden Werkes bleibt Adriaan van den Berk aber auch in
den jüngsten Arbeiten das, was er schon zu Anfang gewesen ist: ein
begnadeter Handwerker und ein Künstler von Format.
Düsseldorf
den 6. 4. 2005, Kai Hackemann
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Email
is langzamerhand een vergeten gebied in de professionele beeldende kunst.
Toch is het een prachtig materiaal dat vele beeldende mogelijkheden heeft.
Er zijn gelukkig nog enkele professionele kunstenaars in Nederland die
de emailleertechniek met veel vakmanschap en toewijding toepassen om hun
ideeën vorm te geven. De vraag is of zij tot een uitstervend ras
behoren of dat er een nieuwe generatie kunstenaars voor email gewonnen
kan worden door bijvoorbeeld het aantal opleidingsmogelijkheden te vergroten.
Door
Rob den Boer
Beeldend
kunstenaar Adriaan van den Berk (1947) werkt al meer dan twintig jaar
met email. Hij schat het totale aantal professionele emailkunstenaars
in Nederland op minder dan tien, zichzelf meegerekend. Email is een soort
glas dat door middel van warmte met metaal wordt versmolten. De kleur
kan onder andere worden verkregen door emailpoeder op de metalen ondergrond
te strooien, zoals Adriaan dat doet. De oudste objecten waarin email is
verwerkt dateren uit circa 1400 v. Chr. Aanvankelijk werd email beschouwd
als een goedkoop alternatief voor (sier-)stenen. Naarmate de emailleertechniek
zich ontwikkelde verwierf zij meer status. Een aantal technieken heeft
zich door de eeuwen heen gehandhaafd en wordt ook nu nog gebruikt. De
verschillen liggen hoofdzakelijk in de preparatie van de ondergrond. Het
emailleerprocedé is zeer arbeidsintensief en vergt grote zorgvuldigheid.
Als alles goed verloopt, ontstaat er een stevige kleurlaag die eeuwigheidswaarde
heeft. Dat betekent dat email, in tegenstelling tot andere natuurlijke
materialen, bijvoorbeeld niet dof wordt, groen uitslaat of onder invloed
van licht verkleurt.
Het
weerkaatste licht
Adriaan van den Berk zou het jammer vinden als de emailtechniek uit de
professionele beeldende kunst zou verdwijnen. Omdat alle kunstacademies
in Nederland hun afdeling emailleerkunst inmiddels hebben gesloten, is
er volgens hem een situatie ontstaan van 'onbekend maakt onbemind'. Op
mijn vraag waarom een jonge kunstenaar zich zou moeten willen verdiepen
in email, antwoordt Adriaan dat hij een persoonlijke fascinatie voor de
techniek moet hebben. Zelf werd hij tijdens zijn opleiding aan de Utrechtse
academie 'Artibus' gegrepen door de unieke lichtkwaliteit van email. Het
heeft een gelaagdheid waardoor licht, dat vanuit diverse hoeken door het
email heen valt, wordt weerkaatst door de metalen ondergrond. Er zit 'diepte'
in het materiaal. Andere aspecten van email die Adriaan aanspreken zijn
het 'ambachtelijke bouwen', de beeldende kwaliteiten van het materiaal
en het vuur dat voor hem een metamorfose inhoudt van poeder naar diepe
kleur. De kunstenaar en de ambachtsman komen in het emailleerproces samen,
een afwisseling die Adriaan prettig vindt. "Ambacht en kunst bevruchten
elkaar", is zijn ervaring.
Een
idee voor thuis
Het grondthema van Adriaan van den Berks werk is het 'ultieme thuis komen'.
Er zit een verlangen naar geborgenheid in besloten dat komt vanuit een
gevoel van ontreddering. Adriaan heeft zijn beeldtaal langzaam, werkende
weg, uitgebouwd. Voor hem kan zowel het materiaal als de vorm een gevoel
van geborgenheid oproepen. In zijn werk wil hij 'overal hetzelfde, geborgen
gevoel kunnen hebben'. Dat patroon is ook zichtbaar in het complex van
werkruimtes dat hij op de wal voor zijn woonboot op de Vecht heeft gerealiseerd.
In plaats van één overzichtelijke grote loods heeft hij
diverse kleinere atelierruimten gemaakt die worden afgewisseld met zaaltjes
waarin hij zijn kunst kan tentoonstellen.
Adriaan van den Berk wil nadrukkelijk dat de uitkomst van zijn werk een
goede weergave is van zijn ontwerp. Vooral beeld, compositie en kleurgebruik
zijn belangrijk. Ook ritme en herhaling zijn beeldvormen die hij vaak
in zijn werk toepast. Het beeld wordt volgens Adriaan op deze manier sterker
en stemt tot nadenken. Het roept op poëtische wijze aandacht op.
Deze kwaliteiten zijn belangrijk voor Adriaan, die naar eigen zeggen een
denker en een gevoelsmens is. Gelukkig heeft hij ook een heel subtiel
en persoonlijk gevoel voor humor. In een van zijn toonruimtes hangen 25
objecten ter grootte van een baksteen aan de muur, gemaakt van beton,
met op elk daarvan een tekst die begint met 'alle dagen…', zoals:
'alle dagen lief', 'alle dagen wijn' en 'alle dagen stout'. Een ander
voorbeeld van Adriaans humor is een werk dat uit identieke vormen bestaat,
waarvan de mal afkomstig is uit een verpakking die hij in beton heeft
gegoten. Op iedere vorm heeft hij een metalen bordje gemaakt met in email
de tekst 'allein ich bin Adriaan'. Het werk verwijst zowel naar eigenheid
als eenvormigheid en is geinspireerd door titels van kinderboeken en -films.
Een
plek om in te wonen
Op dezelfde manier maakt Adriaan van den Berk grote installaties die een
hele vloer vullen. Wegwerpverpakkingen leveren de mallen voor een grote
veelsoortigheid aan architectonische vormen. In een vitrine zo groot als
een kamer, heeft hij zo'n installatie opgesteld met als titel: 'Everything
a house should have'. Door de grote glaswanden van de ruimte valt het
daglicht er prachtig op. De vele koepelvormen en het passervormige stratenplan
in de opstelling doen me aan Washington denken. Het email blijft beperkt
tot details in de afwerking. Voor een vergelijkbare installatie, maar
dan in de vorm van een rechthoek en met een overeenkomstig 'stratenplan'
dat veel intiemer is, won Adriaan in het najaar van 2004 de Boellaardprijs
van het Utrechtse Genootschap Kunstliefde, waarvan hij werkend lid is.
Adriaan houdt van oude steden met smalle ronde steegjes die geborgenheid
bieden aan hun inwoners. Met beton creëert hij de stad waarin hij
zelf zou willen wonen. Aan de muur van hetzelfde vertrek hangen vijftien
lange, ranke torens van staal, waarin raamachtige openingen zijn gebrand.
In het donkere 'binnen' zitten kleurvlakken van email verscholen die zich
pas na wat langer kijken prijsgeven. Adriaan vertelde mij over een emailkunstwerk
van zijn hand dat op een expositie in de Utrechtse Domkerk aan een vrij
donkere muur hing. De tableaus onthulden zich daardoor langzaam aan de
kijker. Dat gaf volgens hem een extra dimensie aan het werk. De al genoemde
torens van staal heeft hij 'Heilige Huisjes' genoemd. In een opstelling
van twee exemplaren combineert hij ze met een oude, al bestaande super
8-mm. film. Daarop is te zien hoe een vliegtuig op weg lijkt te zijn om
zich (optisch) in de 'torens' te boren op een manier die herinnert aan
de gebeurtenissen op 9-11.
Vervuld
van verlangen
Adriaan van den Berk exposeert regelmatig in het buitenland. Ook daar
is email marginaal vertegenwoordigd in de beeldende kunst. In Duitsland,
Spanje en Engeland zijn enkele goede galeries die gespecialiseerd zijn
in emailkunst. Een aantal enthousiaste mensen hebben in Grosslittgen in
Duitsland het Email Museum Himmerod gesticht, dat naast het beheer van
een collectie oude emailkunst ook tentoonstellingen met nieuw werk organiseert.
In Japan is email in kleine kring populair, maar dan vooral in toegepaste
vorm, bijvoorbeeld op vazen. In de Verenigde Staten wordt email ook gebruikt
in de architectuur.
Hoewel Adriaan van den Berk regelmatig werk verkoopt in galeries in Europa
is het moeilijk om een renderende beroepspraktijk op te bouwen door de
hoge kosten die de emailtechniek met zich meebrengen. Een pot emailpoeder
kost al gauw 100 euro of meer. Voor één tableau heeft hij
al snel een hele pot van de overheersende kleur nodig. Dat verhindert
Adriaan niet om door te gaan met email. Zijn drijfveren zijn het verlangen
en de drang om te zien hoe een idee tot vorm komt. Van 's ochtends vroeg
tot laat in de avond is hij in zijn atelier aan het werk. Verder heeft
hij niet zoveel nodig. "Dit leven is voor mij vervullend", zegt
hij.
Adriaan
van den Berk, email-kunstenaar, email: roodgloeiend.berk @wanadoo.nl.
Over
het werk van Adriaan van den Berk zijn twee publicaties verschenen, 'Changing
by fire' en het rijk geillustreerde (full-color) boek 'Roodgloeiend'.
Inlichtingen over beide uitgaven kunt u krijgen bij de kunstenaar.
Dit
artikel is eerder verschenen in BBK-krant 268.
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Boellaardprijs
2004 uitgereikt aan Adriaan van den Berk.
Tijdens
de opening van de najaarsledententoonstelling op 3okt. j.l. is traditioneel
de boellaardprijs uitgereikt. Deze prijs, bestaande uit een bedrag van
1000 euro, wordt elk jaar toegekend aan het beste werk van de tentoonstelling.
De
jury bestond dit jaar uit: Annette van Ham, conservator van het Aborigional
Art Museum te Utrecht, Marry de Vries, galeriehouder te De Bilt en Marja
Steinmetz, beeldend kunstenaar te Utrecht en winnaar van de Boellaardprijs
in 2003. Zij hebben de prijs toegekend aan een installatie van Adriaan
van den Berk.
Uit
het juryrapport:
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Het
werk bestaat uit honderden betonnen objectjes waarin hier en daar
emaille op koper is verwerkt. Het kunstwerk met de titel: Shall
I tell you about my favourite place, is indrukwek-kend, overweldigend
en rit-misch. Het laat ons zien dat beton ook mooi kan zijn. Ook
heeft het werk een zachte uitstraling ondanks het harde materiaal.
Het werk is opgebouwd uit talloze verschillende vorm-pjes. Deze
lijken op zandvormpjes, of koekjes, of machineonderdelen, of printplaatjes,
of fabrieks-gebouwen enz. maar zijn het net niet zodat je steeds
het idee hebt dat je in de maling genomen wordt. Als beschou-wer
blijf je steeds zoeken naar iets herkenbaars. De installatie werkt
door op verschillende niveau’s en stemt tot filosofisch nadenken
over de wereld waarin |
wij
leven. Ondanks het formaat, 500 X 125 cm., schreeuwt het niet om aandacht,
maar ligt daarentegen heel rustig in de bovenzaal van kunstliefde. Kortom
een juweel van een Favourite place.
Het werk steekt met kop en schouders boven de andere inzendingen uit en
daarom wordt deze installatie bekroond met de Boellaardprijs 2004.
Het
is voor het eerst dat de Boellaardprijs word gegeven voor een installatie.
Adriaan
van den Berk heeft in 1977 al de van Dokkumprijs gekregen en in het voorjaar
van 2004 de B.J. Kerkhofprijs.
Bron:
persbericht genootschap Kunstliefde, Utrecht
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